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Gnadenbrot - Pferde
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Gnadenbrot - Pferde
Seite 2

Gnadenbrotpferde

Mit zunehmendem Alter nehmen auch die Bedürfnisse an den Alltag unserer Ponys und Pferde zu. Alte Pferde haben andere Ansprüche an die Fütterung und Haltung als ihre Artgenossen „im besten Alter“.
Probleme bereitet vor allem eine Verlangsamung aller Stoffwechselprozesse, welche sich in jeder Zelle nachweisen lässt und den Organismus in seiner Gesamtheit betrifft. Die altersbedingt zunehmende Einschränkung der Zellaktivität äußert sich u. a. darin, dass Futter weniger gut aufgeschlossen, genutzt und verdaut werden kann. Die Anfälligkeit für Erkrankungen nimmt einerseits zu, andererseits benötigt das alternde Pferd eine längere Regenerationsphase. Der Senior benötigt mehr Nährstoffe, als zu besten Zeiten.

Darüber hinaus muss das Futter so beschaffen sein, dass es gut aufgeschlossen und verwertet werden kann. Auch die Haltung muss den Änderungen der Lebensvorgänge angepasst werden. So kann es unverantwortlich sein, alte Pferde in der Herde im Offenstall zu halten, da diese oft das schwächste Mitglied der Herde sind in allen Konsequenzen, was bedeutet, dass sie vom Futter weggetrieben werden und stark abmagern. Andererseits ist ständige langsame Bewegung gerade im Alter wichtig, was wiederum eine Boxenhaltung ausschließt. Das Sprichwort „wer rastet, der rostet“ gewinnt bei Pferden große Bedeutung.
Bei Senioren bestehen in der Regel mehrere Erkrankungen gleichzeitig. So bestehen Störungen des Bewegungsapparates durch nachlassende Funktionalität, die Beweglichkeit der Gelenke nimmt ab, die Zellaktivität ist eingeschränkt und der Stoffwechsel funktioniert nicht mehr reibungslos. Pferde, welche schon früher an Atemwegserkrankungen litten, kämpfen im Alter verstärkt mit diesen. Der Organismus erholt sich langsamer von bestehenden Erkrankungen, die Zellregeneration lässt nach. Die Bedürfnisse nehmen insgesamt zu, was für den betreuenden Menschen mithin ein größeres Maß an Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen fordert.
Neben einem höheren Zeitaufwand entstehen auch zwangsläufig höhere Kosten durch die im Laufe des Pferdelebens entstandenen Problematiken, den höheren Anspruch an die Ernährung sowie den gesteigerten Grundumsatz.
Ein ganzheitliches Vorgehen - nicht Symptome bekämpfen – unter Einbeziehung des gesamten Pferdealltags ist wichtig.



 
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